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Fußball Dragovic und Alario sichern 2:1-Auswärtssieg gegen Schalke

In Gelsenkirchen hat Bayer 04 Leverkusen die nächsten drei Punkte eingefahren. Die Werkself schickt den Vize-Meister so endgültig in den Abstiegskampf.


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Bayer 04 Leverkusen gelang ein wichtiger 2:1-Auswärtssieg gegen Schalke 04. Eine Niederlage hätte die Werkself wieder ins untere Tabellendrittel zurückgeworfen, so darf sie nach oben Richtung Europa schielen. Für den Gastgeber Schalke geht es dagegen nun endgültig in den Abstiegskampf.

Schalkes Trainer Domenico Tedesco blieb nach dem Abpfiff mit beiden Händen in den Hüften gestützt zehn Sekunden stehen und blickte ins Leere. Die Anhänger in der Schalker Nordkurve verabschiedeten ihre Mannschaft mit einem Pfeifkonzert.

Sein Gegenüber Heiko Herrlich hatte nach Spielende mehr Grund zum Jubeln. Nach dem Sieg durch die Tore von Aleksandar Dragovic (26.) und Lucas Alario (35.) hat der Vorjahres-Fünfte nun sechs Punkte mehr auf dem Konto als die Schalker und ist den Europacup-Rängen näher als den Abstiegsplätzen. Für die Gastgeber traf Haji Wright (45.+2) in einer schwachen Begegnung.

"Es war klar, dass es heute keinen Schönheitspreis gibt", sagte Bayer-Kapitän Julian Baumgartlinger nach dem "Inbegriff eines Kampfspiels". Beiden Mannschaften war die enttäuschende Tabellensituation anzumerken, sie wirkten gehemmt und verunsichert. Die Gastgeber, die auf fünf Angreifer verzichten mussten, bemühten sich zunächst lediglich um Spielkontrolle, gingen aber in der Offensive zu zaghaft vor. Das rächte sich, als Bayer aufkam. Ein kläglicher Flachschuss von Dominik Kohr (24.) war eine erste Warnung. Dann traf Dragovic im Nachschuss nach einem Pfostentreffer von Leon Bailey. Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte zunächst auf Abseits entschieden, wurde vom Videoassistenten aber korrigiert.

Bei diesem Treffer sah S04-Torwart Ralf Fährmann unglücklich aus, weil ihm der Ball durch die Beine rutschte. Das zweite Tor ging komplett auf die Kappe des Schlussmannes. Er ließ den Schuss von Alario durchflutschen. Für das sonst so geduldige Schalker Publikum war dieser Stand das Signal zu lautstarken "Wir wolln euch kämpfen sehn"-Gesängen und Pfiffen. Die Gastgeber hatten völlig den Faden verloren und irrten zeitweise umher.

Der Anschlusstreffer von Wright, der damit im vierten Bundesligaeinsatz sein erstes Tor erzielte, gab ihnen für die zweite Halbzeit Auftrieb. Die Hausherren kämpften sich in die Partie, brachten aber weiter kaum Struktur auf den Platz und versuchten es mit der sprichwörtlichen Brechstange. Die eingewechselten Steven Skrzybski (68.) und Jewgeni Konopljanka (72.) sowie Daniel Caligiuri (84.) und Weston McKennie (88.) vergaben noch gute Chance für die Schalker, die in der Schlussphase den Druck erhöhten. Leverkusen kam kaum noch zu Entlastungsangriffen.


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