Programm

Tee Wie Sie ihn richtig genießen

Tee wird in Deutschland immer beliebter. Im Schnitt sind es 68 Liter, die pro Kopf hier jährlich getrunken werden. Am liebsten Schwarztee.


http://www.radioerft.de/erft/re/1425947/programm

Vorreiter sind die Ostfriesen mit einem Jahresverbrauch von gut 300 Litern pro Kopf. Damit haben die Ostfriesen sogar die Briten überholt, die eigentlich als die Teetrinkernation Europas gelten. 
Streng genommen dürfen nur Aufgüsse aus der Teepflanze Camellia sinensis, dazu gehören grüner, schwarzer und weißer Tee, als Tee bezeichnet werden. Bei Früchte- oder Kräutertee handelt es sich hingegen nicht um echten Tee. Wir sprechen hier von "teeähnlichen Erzeugnissen".

 

Schwarzer und Grüner Tee sind die häufigsten Teesorten. Sie stammen wie auch der weiße Tee von ein und derselben Pflanze.

Einziger Unterschied: Die Verarbeitung nach der Ernte. 

Für den Schwarztee werden die Blätter nach dem Pflücken mit einer Walze gerollt sodass die Zellstrukturen aufbrechen und an der Luft oxidieren. Durch diesen Prozess bekommt der schwarze Tee sein bekanntes Aroma und die dunkle Farbe.

Beim Grünentee wird diese Oxidation hingegen verhindert. Das Blatt wird nach dem Pflücken möglichst schnell erhitzt, entweder wie in Japan in Wasserdampf oder wie in China in einer Wok ähnlichen Pfanne. Dadurch behält der Tee seine grüne Farbe.

Weißer Tee ist im Vergleich etwas besonders edles. Er entsteht aus den geschlossenen Knospen der Teepflanze. Für ein einziges Kilogramm werden rund 30.000 Knospen benötigt. Das hat seinen Preis: 100g können hier schon mal bis zu 30 Euro kosten.

 

Nur mit der richtigen Zubereitung lässt sich Tee entspannt genießen. 
Intensiveren Geschmack liefert loser Tee, deshalb empfiehlt Tee Sommelière Sandra Burghardt die Zwei-Kannen-Methode:


Die losen Teeblätter in eine Kanne geben und mit Wasser aufgießen. Hier ist auf die richtige Temperatur zu achten: Grüner Tee sollte nicht heißer als 70º-80º sein, sonst wird er bitter. Schwarzer, Früchte- und Kräutertee sollte hingegen mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Da die Blätter bei dieser Art der Zubereitung frei im Wasser schwimmen, können sie hier anders als in einem Teebeutel oder gar in einem Teeei ihren Geschmack frei entfalten.


Grüner Tee kann ohne Probleme mehrmals aufgegossen werden und muss nicht nach einer Anwendung wie der Teebeutel entsorgt werden. Nach dem Ziehen den Tee durch ein Sieb in eine zweite Kanne oder auch gleich die Teetasse abgießen und genießen.
 
Wenn Sie mehr über den Beruf des Tee Sommeliers erfahren möchten oder sogar ein Teeseminar besuchen wollen, finden Sie hier mehr Infos. (amp)


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